HOME TLAXCALA
das Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt
TLAXCALAS MANIFEST  WER SIND WIR ?  FREUNDE VON TLAXCALA  SUCHEN 

SÜDLICH DER GRENZE (Lateinamerika und Karibik)
IMPERIUM (Globale Fragen)
KANAAN (Palästina, Israel)
UMMA (arabische Welt, Islam)
IM BAUCH DES WALFISCHES (Aktivismus in den imperialistischen Metropolen)
FRIEDEN UND KRIEG (USA, EU, NATO)
MUTTER AFRIKA (afrikanischer Kontinent, indischer Ozean)

TAIFUNZONE (Asien, Pacifik)
KALVELLIDO MIT K (Tagebuch eines Prolos)
RAUCHENDE GEHIRNE (Kultur, Kommunikation)
DIE NICHT EINZUORDNENDEN 
DIE TLAXCALTEKISCHEN CHRONIKEN 
DIE TLAXCALA KARTEI (Glossare, Lexika, Karten)
BIBLIOTHEK DER AUTOREN 
GALERIE 
TLAXCALAS ARCHIV 

15/01/2021
Español Français English Deutsch Português Italiano Català
عربي Svenska فارسی Ελληνικά русски TAMAZIGHT OTHER LANGUAGES
 
Der erste Wortkrieg

Die Kampagne gegen Goldstone, Finkelstein, Hermann Dierkes und andere


AUTOR:  Thomas Immanuel STEINBERG توماس امانوئل شتاين برگر


Judenhaß wird Kritikern und Gegnern der israelischen Staats- und Regierungspolitik vorgeworfen. Doch die derart Verunglimpften sind selber Juden, Kämpfer gegen den Antisemitismus, linke Demokraten – und oft alles zugleich. Die Diffamierer sind teils maskierte, teils offene Neokonservative, Kriegshetzer, Pro-Imperialisten und Menschenverächter, meist alles zugleich. Unter ihnen sind ebenfalls Juden, in Deutschland freilich fast ausschließlich Nicht-Juden.
In der Diffamierungkampagne und ihrer Abwehr geht es somit nicht um Judenhaß oder Juden. Beide Seiten verfolgen politische Ziele: Die Diffamierer befördern Rüstung und Krieg, Unterdrückung und Verfolgung; die Verunglimpften wollen Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand in aller Welt.

Richard Goldstone

Goldstone hat die Fact-Finding-Kommission zur Untersuchung von Rechts- und Menschenrechtsverletzungen während der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen im Dezember 2008 und Januar 2009 geleitet. Heftige Polemiken in Israel und bei militanten Zionisten in aller Welt folgten auf dem Fuße.

So bezeichnete der Harvard-Professor Alan Dershowitz den untadeligen südafrikanischen Richter Goldstone in einem Interview mit dem israelischen Armeerundfunk als "bösen, bösen Menschen", der diffamierenden Behauptungen über Israel eine Art Reinheitszeugnis (Hekscher) ausgestellt habe. "Das wäre so", wetterte Dershowitz, "als hätte der Zar, als er die Protokolle der Weisen von Zion schrieb, einen prominenten Juden darum gebeten, sie herauszugeben und zu unterzeichnen, um ihre Glaubwürdigkeit zu demonstrieren." 

Der Interviewpartner, Razi Barkai, fragte daraufhin: "Wollen Sie damit andeuten, dass Goldstone ein 'moser' ist, also jemand, der sein eigenes Volk verrät?" Dershowitz bejahte diese Frage mit großer Entschiedenheit: "Absolut. Es gibt ein Gebet, das man jeden Tag über Leute wie ihn spricht: La-malshinim al t’hi tikvah. Er ist ein Mann, der seine Sprache, seine Worte gegen das jüdische Volk einsetzt. Ich betrachtete ihn als Freund. Jetzt sehe ich in ihm einen absoluten Verräter."

Der Begriff des "
moser ", der traditionell hauptsächlich einen Denunzianten und Verleumder bezeichnet, aber heute auch allgemein für angebliche Verräter am Staat Israel und an der jüdischen Gemeinschaft gebraucht wird, kommt sowohl in geschichtlicher Sicht als auch aktuell-politisch einem Todesurteil gleich. Einige religiöse Autoritäten Israels billigen und ermuntern explizit die Tötung eines "moser". Die Hetzkampagne gegen Jitzhak Rabin, die am 4. November 1995 in seiner Ermordung gipfelte, war wesentlich von der Anklage getragen, der damalige Ministerpräsident sei ein "moser".

In dieser Sache, deren Beginn und Fortgang der New Yorker Jewish Daily Forward
schildert, ist dem junge-Welt-Journalisten Knut Mellenthin zuzustimmen: Mellenthin sieht das tiefer liegende Problem hinter dem Vorfall in der Existenz einer "Kultur" in Teilen des Zionismus, die mit einem aggressiven Verratsbegriff operiert, der an die berüchtigte Parole der deutschen Freikorps nach dem 1. Weltkrieg, "Verräter verfallen der Feme", erinnert.

Norman Finkelstein

Norman Finkelstein, bekannt geworden durch sein Buch über die Holocaust-Industrie,  "ist ein stolzer und bewusster Jude, der sich gegen die Vereinnahmung der jüdischen Tradition durch jüdischen Blut-und-Boden-Nationalismus wehrt", schreibt der stolze und bewußte Jude Rolf Verleger, Professor für Psychologie und Vorsitzender der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost in einem offenen Brief. (1)

Den Brief hat Verleger an den Landesarbeitskreis (LAK) Shalom Berlin der Linksjugend ['solid] gerichtet, der gemeinsam mit zahlreichen links maskierten rechten Kleingruppen Finkelsteins Auftritt in Berlin verhindern will. Die Linksjugend ist die Jugendorganisation der Partei Die Linke. Bisher hat Die Linke den Arbeitskreis Shalom gewähren lassen, so etwa ihr Mitglied Benjamin Krüger, früherer Mitarbeiter des Linke-Abgeordneten Bodo Ramelow. Krüger hat sich als Denunziant und Lügner gegen den aufrechten Demokraten und Völkerrechtler Norman Paech hervorgetan. (2)

Finkelstein, den der LAK Shalom Berlin diffamiert, war und ist in den USA Zielscheibe einer Hetzkampagne, die von eben dem Harvard-Professor Dershowitz angeführt wird, der Goldstone indirekt für vogelfrei erklärt hat. Dershowitz bewirkte, daß Finkelstein der verdiente Lehrstuhl an der DePaul University, USA verweigert wurde. Hinter Dershowitz stehen die berüchtigten Rüstungs- und Kriegslobbyisten des AIPAC, der sich selbst America's Pro-Israel Lobby nennt, die Anti-Defamation League (ADL), das American Jewish Committee und die US-amerikanischen christlichen Fundamentalisten, die alle Juden der Welt in Israel versammelt sehen wollen, damit der Messias kommen kann (3).
 
Hermann Dierkes

Die Westdeutsche Allgemeine (WAZ) hatte den Duisburger Bürgermeisterkandidaten Dierkes zum Thema "Boykott, Desinvestment, Sanktionen gegen Israel" zitiert, so falsch, daß reihenweise kommerzpressegläubige Linke sich von ihm distanziert und bis heute nicht bei ihm entschuldigt haben, darunter Bodo Ramelow und Petra Pau. Teil der Intrige gegen Dierkes mit dem Ziel, ihn und Die Linke zu diskreditieren, war der Anruf eines WAZ- Journalisten. Dierkes' Auskünfte, so Dierkes selbst, wurden

am folgenden Tag so verdreht und verkürzt dargestellt, als hätte ich in bewusster Anlehnung an die Nazi-Propaganda zum Boykott aufgerufen. Die infame Falschdarstellung wurde von einem dubiosen Netzwerk und Bloggern verbreitet, einschließlich über Presseagenturen. Als Schaltstelle betrachte ich den stellvertretenden Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Wahlhelfer des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten, Dr. Jurga. Die WAZ-Zentralredaktion in Essen – auch diese ist unter ihrem Chef Bodo Hombach sehr SPD-nah – zog das Thema an sich, brachte es auf die Titelseiten und macht eine regelrechte Kampagne daraus, um die LINKE massiv anzugreifen und mich persönlich fertig zu machen. Schließlich können wir in Duisburg mit einem zweistelligen Wahlergebnis rechnen und der SPD-Kandidat hat kaum eine Chance. Das wahlpolitische Kalkül dieser Diffamierungskampagne steht inzwischen eindeutig fest. Meine umgehende Richtigstellung an die WAZ wurde nicht abgedruckt. Im Gegenteil, in der WAZ vom 26.2.2009 wurde sogar die Existenz des Aufrufs von Belém [auf den sich Dierkes berufen hat, T:I:S] eiskalt bestritten.

Der Muslim-Markt  hat Hermann Dierkes zu Einzelheiten interviewt. (Dessen Betreiber Yavuz Özoguz war selbst Opfer einer Kampagne geworden, angeführt durch Hans-Peter Raddatz; siehe dazu auch Doktor Kandels gestammeltes Schweigen.

Hermann Dierkes hat inzwischen zusammen mit Sophia Deeg beider Buchprojekt, unter anderm über die Rufmordkampagne, vorgestellt (zwei Videos). Das Buch  wird gerade vom Neuen ISP Verlag an den Handel ausgeliefert unter dem Titel "Bedingungslos für Israel? Positionen und Aktionen zu Palästina/Israel jenseits deutscher Befindlichkeiten". Ein Vorabdruck steht hier, eine Verlagsbeschreibung hier, .pdf-Datei.

... und viele viele andere

Die Diffamierung von Kriegsgegnern, regelmäßig unter dem Mäntelchen der Antisemitismus-Bekämpfung, hat in Deutschland früh eingesetzt. Zielscheibe waren der Filmautor Gerhard Wisnewski, Ex-Staatssekretär Andreas v. Bülow; der Völkerrechts-Emeritus der Universität Hamburg Norman Paech; die Journalistin Evelyn Hecht-Galinski; der Sprachlehrforscher Willis Edmondson; und viele andere. In jüngster Zeit wird die Leiterin des Instituts für Medienverantwortung, Sabine Schiffer in den Dreck gezogen; ebenso der Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Wolfgang Benz.    

Die Diffamierungswelle hat nicht nur die USA und Deutschland erfaßt. Ein französisches Beispiel von vielen ist die Beschimpfung des berühmten Soziologen Edgar Morin, des Europa-Abgeordneten Samir Naïr und der Schriftstellerin Danièle Sallenave. Rädelsführer war wie in vielen französischen Parallelfällen der Rechtsanwalt Gilles-William Goldnadel, der sich selbst als Kampfjuden bezeichnet.  In einem Rechtsstreit waren die Demokraten letztinstanzlich unterlegen.

In eigener Sache

Die Gefahr ist groß, daß auch deutsche Gerichte nicht begreifen, worum es geht: der einen Seite um die Zurückdrängung von Kriegshetze und Islamophobie, um die Anprangerung von Massakern, um Meinungsfreiheit und Menschenwürde; der anderen Seite um die Durchsetzung und Gewöhnung an gezielte Morde, um die Invasion und Besatzung widerborstiger Länder und die Einschüchterung und soziale Vernichtung derer, die sich ihnen entgegenstellen.

Als bekannt wurde, daß ich mich neben Christoph Hörstel, Jürgen Elsässer, Yavuz Özoguz, Udo Steinbach und dem Vertreter des Staates Iran in der Bundesrepublik an der Hamburger Konferenz der Gegner eines israelisch-US-amerikanischen Überfalls auf den Iran beteiligen würde, ergoß sich ein Schwall von Infamie über uns. Ich habe gegoogelt. Der Eintrag

"Thomas Steinberg" "iran konferenz" hamburg

liefert 22 Ergebnisse auf drei Seiten. Hetze pur. Sehen Sie selbst

Ein Eintrag fehlt, denn es gelang mir schnell, die Hamburger Morgenpost zu einem Rückzieher zu veranlassen. Springers Welt jedoch rührt sich nicht. Medienkonzerne lassen sich gern von Kanzleien vertreten wie der an der Stadthausbrücke. Die Sozietät residiert auf zwei Etagen in einem Büropalast und beschäftigt dort etwa achtzig Rechtsanwälte. Hamburg ist nur Zweigstelle. Hauptsitz ist Berlin mit zehn weiteren Zweigstellen, darunter Brüssel, Moskau und Shanghai. Zweiundvierzig weitere Kanzleien in aller Welt sind assoziiert.

Da will jeder rechtliche Schritt wohl überlegt sein.

Die Financial Times Deutschland hat einen Journalisten von der Iran-Konferenz berichten lassen, der lange für Jungle World geschrieben hat, einem anti-linken Periodikum. Inzwischen ist der Mann Redakteur bei Capital, der Manager-Zeitschrift. Entsprechend sudelt er.

Den Landesarbeitskreis (LAK) Shalom Hamburg der Linksjugend ['solid] hat Henning Woetzel-Herber gegründet. Die Internetseite teilt seit dem 5. Februar 2010 mit: Auf der Iran-Konferenz wird...

... der wegen Verleugnung [sic!] mehrfach verurteilte Thomas Steinberg („SteinbergRecherche“) als Redner erwartet.

Ist solches Gestammel justiziabel?  

Wer heißt Mord gut?

Die Internetseite Stop the Bomb (gemeint ist das nicht existierende iranische Atombombenprogramm) vermerkt:

Schließlich der Betreiber der antisemitischen Internetseite “Steinberg-Recherche”, Thomas Steinberg, der dort eine eigene Rubrik „Kriegsjuden“ bereithält, und den Mord an jüdischen Jugendlichen gutheißt.

Auf die Sache mit den jüdischen Jugendlichen lohnt es sich einzugehen, und zwar in der Hoffnung auf Weiterverbreitung. Am 5. August 2008 schrieb ich unter der Überschrift "Ein Kriegshetzer regt sich auf":

Dieter Helbig, Pfarrer i.R., Zirndorf, hat einen fundierten Artikel, S. 102 in der .pdf-Datei, [später gelöscht, T:I:S, 15. Februar 2010] über die israelische Besatzungs- und Vertreibungspolitik seit 1967 geschrieben, doch Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, hat sich über ihn aufgeregt [inzwischen nicht mehr vorhanden, T:I:S, 15. Februar 2010]. 

Hamburger verbreitet sich ab und zu in der Bildzeitung - und mit was für einer widerlichen Kriegshetze. Die acht getöteten Merkaz-Harav-Schüler, um die Hamburger Wirbel macht, waren keine gewöhnlichen Betbrüder, sondern studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber. 

Siehe dazu auch die Anmerkung mit Quellen und den jüngst ins Netz gestellten Beitrag Die vollständige Anleitung zum Töten von Nicht-Juden.

Am 7. August 2008 stellte ich zusätzlich ins Netz:

Am 6. März 2008 erschoß in Jerusalem ein Palästinenser acht Studenten einer Talmudhochschule. Er wurde am Tatort selbst erschossen. Der Pfarrer im Ruhestand Dieter Helbig führt in einem fundierten Artikel [inzwischen gelöscht, T:I:S, 15. Februar 2010] vom Juli 2008 über die israelische Besatzungspolitik seit 1967 das Attentat an und meint, angesichts der zahllosen israelischen Verbrechen gegen die Palästinenser in den vergangenen vierzig Jahren

kann ich das verstehen. Wer sind da die eigentlichen Täter, wer die Opfer?

Das war der Satz, über den sich der Kriegshetzer Arno Hamburger aufgeregt hatte. Ich fand seine Aufregung völlig unangemessen, da er selbst die deutsche Regierung angefeuert hatte, beim irakischen Gemetzel mitzutun, in der Bildzeitung, und zwar so:

Es gibt in unserem Land viele Stimmen, die einen „Krieg“ auch gegen Gewalttäter verneinen. Viele sind der Auffassung, dass Despoten durch Verhandlungen und Gespräche zur Vernunft gebracht werden können.

Ich bin anderer Auffassung. Es gibt Situationen, in denen man das Herz in beide Hände nehmen muss, um zur Not auch durch eine kriegerische Handlung eine Lösung zu erzwingen, die den Tod vieler unschuldiger Menschen verhindern kann.

Eine solche Situation war das jahrzehntelange Terror-Regime im Irak. Leider ist es bis jetzt nicht gelungen, die Wurzeln des Übels auszurotten.

Doch inzwischen, am 6. August 2008, hatte ein Anderer folgenden Text ins Netz gestellt

Die Kanalratte

Gäbe es einen Lackmustest für Antisemiten, könnte man sich viel Mühe sparen. Man müsste die Versuchsperson nur dazu bringen, einen präparierten Papierstreifen zu bepinkeln. Im folgenden Fall allerdings würde sich sogar ein Stück gebrauchtes Klopapier vor Ekel krümmen:

„Die acht getöteten Merkaz-Harav-Schüler… waren keine gewöhnlichen Betbrüder, sondern studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber.“

Und deswegen waren sie am eigenen Tod nicht unschuldig. Der das erbrochen hat, ist kein gewöhnlicher Antisemit, sondern eine Kanalratte, die dermaßen stinkt, dass sogar die anderen Ratten vor ihr davonlaufen. In welcher Kaderschmiede des Judenhasses sie auch gelernt hat, eines Tages wird auf ihrem Grabstein stehen: „Am eigenen Dreck erstickt.“

Am 7. August schob der gleiche Mensch nach:

'tschuldigung, liebe Kanalratten!

Wenn ein, sagen wir es höflich: „Abruti“, der im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11.9. von „Gebäudeabrissen“ spricht, mal sentimental wird, dann begründet er sein Verständnis für den Mord an acht jungen Jeschiva-Studenten in Jerusalem damit, diese seien „keine gewöhnlichen Betbrüder“ gewesen, „sondern studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber“. Sie wurden, nur so kann man diesen Satz verstehen, sozusagen präventiv umgebracht, bevor sie das Gelernte in die Tat umsetzen konnten. Eine solche Äußerung ist natürlich nicht antisemitisch, sie ist nur israelkritisch.

Wenn’s Judenblut vom Messer spritzt, geht’s eben manchem Nahostexperten gleich nochmal so gut. Ein Unbehagen beschleicht die kalten Brüder erst, wenn ich den Mordversteher eine „Kanalratte“ nenne. Das gehe zu weit, rufen sie, das sei menschenverachtend.

Das finde ich nicht, möchte mich aber trotzdem für den Vergleich entschuldigen. Bei den Kanalratten.

Der Autor beider Bemerkungen wußte spätestens am 4. August 2008, was genau der Pfarrer i.R. geschrieben hatte. Es ist der Spiegel-Journalist Henryk M. Broder. Soviel zur Frage, wer Mord gutheißt. 

Was tun?

Rolf Verleger hat einen deutlichen Hinweis gegeben mit seiner Empfehlung an die Diffamierer im LAK Shalom Berlin:

Konsequenterweise sollten Sie Ihr Bündnis zu einer Dauereinrichtung machen und ein Komitee gegen antiisraelische Umtriebe gründen. Ehrenvorsitzender Joseph McCarthy.

Wir, die wir für Frieden in der Welt eintreten und für vertretbaren Umgang auch mit Gegnern, müssen uns fest zusammenschließen, sehr fest.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, fahren Sie am Samstag, dem 20. Februar 2010 nach Berlin zur Demonstration gegen die Mörderbande, die gerade Afghanistan verwüstet. Vielerorts fahren Sonderbusse zur Demo. Kommen Sie am Freitag, dem 26. Februar 2010 auch nach Berlin zur Veranstaltung mit Norman Finkelstein.

Und ziehen Sie sich warm an.

Anmerkungen

(1) Beleg für Verlegers Meinung zu Norman Finkelstein: Norman Finkelstein gegen Israel W. Charny, Leiter des Institute on the Holocaust and Genocide, Jerusalem, zu: "Schlägt Israel aus dem Holocaust politisches und pekuniäres Kapital?" Video vom 27. Januar 2010, 26 Minuten bei CrossTalk auf Russia Today.

(2) Benjamin Krüger ist inzwischen zum Büroleiter des Linke-Abgeordneten Frank Tempel aufgestiegen. Zur Zeit mobilisiert er in der anti-linken Zeitschrift Jungle World gegen die drei Frauen Der Linken, die Shimon Peres im Bundestag die stehende Ovation verweigert haben und auf seiner Homepage gegen den Auftritt von Finkelstein in Berlin. Die Mehrheit in der Partei Die Linke steht offenbar hinter ihm. 

(3) Wie Raul Hilberg, der weltweit renommierteste Holocaust-Forscher über Finkelsteins Holocaust-Industrie urteilt, steht unter Darf man Finkelstein zitieren?. Mehr über AIPAC und ADL unter Hexenküche 



Um weitere Beiträge zum Ersten Wortkrieg zu lesen, bitte hier klicken

Der Erste Wortkrieg ist eine Initiative von Palestine Think Tank und Tlaxcala.

Die Autoren, die an diesem Ersten Wortkrieg teilnehmen möchten, können ihre Texte an
contact@palestinethinktank.com und  an tlaxcala@tlaxcala.es schicken


Quelle: der Autor

Originalartikel veröffentlicht am 15.2.2010

Über den Autor

Tlaxcala ist das internationale Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Dieser Artikel kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala:
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=10144&lg=de


DIE TLAXCALA KARTEI: 10/03/2010

 
 SEITE DRUCKEN SEITE DRUCKEN 

 SEITE SENDEN SEITE SENDEN

 
ZURÜCK ZURÜCK  

 tlaxcala@tlaxcala.es

  21:12