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15/01/2021
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Autoren, passt auf!

Autoren- und Verlegerverbände klagen gegen Google


AUTOR:  Einar SCHLERETH


Wie ich gerade von der VG-Wort, unserer Rechtevertretung in Deutschland
erfahre, hat Google - weltgrösste Suchmaschine im Internet - seit 2004
heimlich, still und leise angefangen, bis heute 7 Millionen Bücher aus
der ganzen Welt einzuscannen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen
und damit die Rechte von Millionen Autoren und Übersetzern verletzt.
Die amerikanischen Autoren- und Verlegerverbände nahmen den Kampf gegen
Google auf wegen Verletzung von Urheberrrechten in einer "Class action",
die es im deutschen Recht nicht gibt. D.h. diese Form der Klage betrifft
alle Mitglieder einer "class", also alle Autoren-, Übersetzer- und
Verlegerverbände der ganzen Welt.

Im Herbst 2008 kam es zu einer Vereinbarung zwischen den amerikanischen
Autoren- und Verlegerverbänden und Google, der noch der Genehmigung des
zuständigen Gerichts in New York bedarf. Dieser Vergleich, der sich
ausschliesslich auf amerikanisches Territorium bezieht, gilt zwar
rückwirkend, aber nur ab 5. Januar 2009. Er räumt Goggle umfangreiche
Nutzungsrechte ein, auch für urheberrechtlich geschützte vergriffene
Werke, die ein Autor allerdings verbieten lassen kann. (1)
Für Digitalisierungen, die Google bereits vorgenommen hat und bis zum 5.
Mai 2009 noch vornehmen wird, muss Google eine Art von Pauschale
bezahlen. Diese Ansprüche müssen allerdings bis zum 5. Januar 2009
geltend gemacht werden.

Die VG-WORT hat diesem Vergleich im wesentlichen zugestimmt, will aber
erstens allen ihren Mitgliedern empfehlen, dass sie (die VG-Wort) die
Rechte aller kollektiv vertritt (in Absprache mit den
Schwestergesellschaften in Österreich und der Schweiz, um sicher zu
stellen, dass die Vergütungen sicher eingezogen werden. Sie will
zweitens auch noch ihre Mitglieder zu Worte kommen lassen.

Für weitere und ausführlichere Informationen besuchen Sie bitte
http://www.googlebooksettlement.com/r/home?hl=de&cfe_set_lang=1
oder rufen Sie kostenlos an   00 800 8000 3300

(1) Der Vergleich berechtigt Google u.a. urheberrechtlich geschützte
Bücher und Beilagen in den USA einzuscannen und eine elektronische
Datenbank zu verwalten. Bei vergriffenen und, wenn es die Rechtein-
haber erlauben, auch noch erhältlichen Büchern, hat Google die Möglich-
keit, Zugriffe auf einzelne Bücher und institutionelle Abonnements zur
Datenbank zu verkaufen sowie zu beziehen, einzublenden und die Bücher in
anderer Weise zu verwenden. Die Rechteinhaber können allerdings
jederzeit Google gegenüber die Verwendungsweise abändern.
Google verpflichtet sich zur Erstellung eines Registers 34.5 Mill.$ zu
zahlen und 45 Mill.$ für Auszahlungen bereitzustellen.
Mittels des Buchregisters wird Google den Rechteinhabern 63% aller
Einnahmen von dieser Verwendung zahlen. 



Quelle: der Autor

Originalartikel veröffentlicht am 8.4.2009

Über den Autor

Einar Schlereth ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Dieser Artikel kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor als auch die Quelle genannt werden.

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http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=7383&lg=de


RAUCHENDE GEHIRNE: 08/04/2009

 
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