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18/01/2021
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Im Orwellschen Zeitalter angekommen oder Gedanken zum Friedensnobelpreis 2009


AUTOR:  Ellen ROHLFS


Nun sind wir tatsächlich im Orwellschen Zeitalter angekommen
Nun ist Krieg zum Frieden avanciert
Und Sklaverei zur Freiheit
Und Diktatur zur Demokratie
Und Lügen sollen  Wahrheit sein
Sicherheit wird zum Staatsterrorismus
Die sog. „sauberen Waffen“ sind  blutbeschmiert.

Die „moralischste Armee“ begeht bedenkenlos Kriegsverbrechen
Von Ethikern und Gottesdienern angetrieben
Man fragt sich nur wo?
Dort wo ein Massenmörder als Heiliger verehrt
Wo Kriegstreiber zu Friedensfürsten hochstilisiert
Wo Rassismus kein Thema ist, aber alles bestimmt*
 
Oder wo Verhungernde auf „Diät“ gesetzt werden
Und Diebstahl (von Land) völlig rechtens ist
wo  das Morden von Kindern Kollateralschäden genannt wird
Wo Umweltschutz mit Landzerstörung und Raubbau verwechselt
Wo Wasser  für die einen in Swimmingspools
Für die andern nur schwer kontaminiertes H2O kaum zum Trinken  vorhanden ist.


 Thommy

Wo Ignoranz  zur Stärke mutiert
Frechheit  mit Höflichkeit gleichgesetzt
Wo Maulhelden und Intriganten hofiert
Und Gerechte dem Rufmord preisgegeben
Gerechtigkeit  - selbst bei Fachleuten - ein Fremd-
Und Menschlichkeit  ein unbekanntes Wort ist.

Die Welt steht Kopf …. Welch ein Wahnsinn!

Wenn dem Friedensnobelpreis nicht bald Taten folgen
Wird aus keimender Hoffnung
entsetzliche Verzweiflung
Und der Menschheit steht eine Zukunft bevor
wie wir sie uns in schlimmsten Träumen nicht vorstellen können ….
Sog. ethnische Säuberungen, Operationen mit obszönen Namen
nehmen sich dagegen wie harmlose Kinderspiele aus


Denn  gewisse Teile der MenschheitHaben ihren Verstand verloren
und es in ihrer Arroganz, Selbstgerechtigkeit
und eingebildeter Gottauserwähltheit
sehr weit,   viel zu weit gebracht …
Dann heißt es nicht mehr nur „Vae Victis!“
Sondern Vae humanitati in mundo!!
(Wehe der Menschheit weltweit …)

Ja, selbst Orwell käme nicht aus dem Staunen heraus … .
Falls es überhaupt noch etwas zum Staunen gibt …

*nur ein Beispiel: Rabbi Yacov Perm sagte 1994 nach dem Massaker in  Hebron:
„Eine Million Araber sind nicht so viel wert, wie ein jüdischer Fingernagel“




TWR cartoons

 


Quelle: die Autorin

Originalartikel veröffentlicht am 19.10.2009

Über die Autorin

Tlaxcala ist das Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Dieser Text kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl die Autorin als auch die Quelle genannt werden.

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FRIEDEN UND KRIEG: 19/10/2009

 
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