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18/01/2021
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Russland und China für Verhandlungen mit dem Iran

Wladimir Putin: „Von Sanktionen gegen den Iran zu reden, ist verfrüht“


AUTOR:   IRNA Islamic Republic News Agency خبرگزاری جمهوری اسلامی ایران

Übersetzt von  Hans-Jürgen Falkenhagen. Ergänzt von Brigitte Queck


Der russische Ministerpräsident hat die Position Russlands bezüglich des iranischen Atomprogramms wiederholt und am Mittwoch, den 14. Oktober 2009, eingeschätzt, dass es verfrüht sei, über Sanktionen gegen den Iran zu reden.

Das erklärte der russische Ministerpräsident Putin bei seinem Besuch in China. Er unterstrich, dass ein solches Vorgehen  die Verhandlungen mit Teheran über sein Atomprogramm untergraben könnte.

Putin erklärte gegenüber der Presse: “Schon jetzt über bestimmte Typen oder Arten von Sanktionen zu sprechen,  bedeutet, die Schaffung von günstigen Bedingungen für Verhandlungen zu behindern. Deswegen  halten wir solche Sanktionen für verfrüht!“

„Wir denken, dass wir  diese Frage mit Klugheit  behandeln müssen und es nutzlos ist, die Iraner einzuschüchtern oder zu verschrecken!“ fuhr der russische Ministerpräsident fort.


Peking, am 14.10.2009: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao (l.) und der russische Ministerpräsident Vladimir Putin (r.) beim Unterzeichnen eines Vertrages im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, wonach beide Lânder sich dazu verpflichten , sich gegenseitig über Pläne, ballistische Raketen abzuwerfen, zu informieren. REUTERS PICTURES

Die Worte von W. Putin fanden in verschiedenen  Erklärungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow Widerhall und zwar nach den Verhandlungen mit der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton. Diese erklärte daraufhin ebenfalls, dass es zur Zeit kontraproduktiv sei, dem Iran mit neuen Sanktionen zu drohen.

Die von Putin und Lawrow zum Ausdruck gebrachte Position stellen für die USA und Frankreich  einen Rückschlag dar, die  schnelle Sanktionen gegen den Iran  gefordert hatten, wenn Teheran nicht den Beweis für den friedlichen Charakter seines Atomprogramms bringen würde.

Russland und die VR China  stehen Sanktionen gegen den Iran traditionell feindlich gegenüber und Wladimir Putin meinte am Mittwoch, dass die internationale Gemeinschaft sich auf Verhandlungen mit dem Iran konzentrieren müsse. „Wir müssen verhandeln und einen Kompromiss suchen. Wenn wir den nicht finden, dann werden wir  schon sehen, was passieren wird und das ist negativ.“  meinte der Ministerpräsident.

Es gibt gewisse Anzeichen, dass nach der Bekanntgabe eines neuen iranischen Urananreicherungsstandortes, der von Iran vorher geheim gehalten wurde, die Positionen Russlands und Chinas, die  bisher Sanktionen gegenüber dem Iran feindlich gegenüberstanden, ins Wanken geraten könnten.

Übrigens  hat Putin  verkündet, dass  Moskau und Peking einen Vertrag über die Berechnung künftiger russischer Gaslieferungen an China abgeschlossen haben. Die russische Gesellschaft Gazprom und die Chinesische Nationale Erdölgesellschaft (CNPC)  sind übereingekommen,  den Gaspreis an den Preis von Erdöl auf den asiatischen Märkten zu binden, präzisierte das der russische Ministerpräsident. Ist dies nicht auch als eine Avance (Entgegenkommen) an den Iran zu werten, der seit Februar 2008 eine eigene Ölbörse eröffnet hat und dort alle Währungen, außer den Dollar zulässt?!


Quelle: Vladimir Poutine: « parler de sanctions contre l'Iran est prématuré" »

Originalartikel veröffentlicht am 15.10.2009

Über den Autor

Hans-Jürgen Falkenhagen und Brigitte Queck sind Mitarbeiter von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, die Übersetzer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala:
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9022&lg=de


FRIEDEN UND KRIEG: 19/10/2009

 
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