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15/01/2021
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Serpaj (Servicio de Paz y Justicia) und sein erster Koordinator: Gewaltfreiheit als Lebensweise

Adolfo Pérez Esquivel zu Gast in der Schweiz


AUTOR:   Zeit-Fragen


Im Rahmen der «12 Tage im Uno-Jahr der Aussöhnung 2009» vom 21.9. bis 2.10.2009, das von diversen Schweizer Friedensorganisationen veranstaltet wurde, ist der hierzulande viel zuwenig bekannte argentinische Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel zusammen mit Vertretern der lateinamerikanischen Friedensorganisation «Serpaj» (Servicio de Paz y Justicia/Dienst für Frieden und Gerechtigkeit) für einige Tage in die Schweiz eingeladen worden. In Basel, Luzern, Zürich und St. Gallen fanden in diesem Zusammenhang Veranstaltungen zum gewaltlosen Widerstand, zu Fragen von Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden und der Situation der Landlosen in Lateinamerika statt. Dabei vermittelten die Gäste einen Einblick in die wichtige Arbeit des Friedens-Netzwerks «Serpaj».

kb. Im folgenden werden zentrale Aspekte der Veranstaltung in der Kirche St. Gallus in Zürich-Schwamendingen dargestellt. Den Schwerpunkt bildete ein Interview, das Marianne Spiller, Schweizer Autorin des Buches «Adolfo Pérez Esquivel – der gewaltfreie Rebell» und Begründerin des Hilfswerks Abai in Brasilien, mit Adolfo Pérez Esquivel führte. Im zweiten Teil ging der heutige Koordinator von Serpaj in Costa Rica, Gustavo Cabrera, vertiefter auf das Gedankengut und das Engagement der Friedensorganisation ein.
«Ich wurde 1931 in Buenos Aires als Kind einer sehr armen Familie geboren. Meine Schule und das spätere Studium bewältigte ich vor allem nachts, da ich tagsüber als Zeitungsverkäufer für mich und die Familie arbeitete. Meine Mutter starb, als ich noch sehr klein war. Meine Grossmutter – eine Indigene – wurde zur wichtigsten Person meiner Kindheit und Jugend. Sie war eine ‹Frau vom Walde›, die mit Tieren und Pflanzen sprach.»


Marianne Spiller und Adolfo Pérez Esquivel



So begann Adolfo Pérez Esquivel seine Ausführungen auf Marianne Spillers einleitende Frage nach seinem Werdegang. Er führte aus, dass sein späteres soziales, kulturelles und politisches Engagement sowie sein Leben überhaupt vor allem von zwei Büchern geprägt worden sei, die er als Jugendlicher vom Betreiber eines Kiosks (Don Bipo) erhielt – das eine als Geschenk, das andere als Leihgabe mit der Bedingung, es später einmal zurückzuzahlen. Beim ersten Werk handelt es sich um die Autobiografie Mahatma Gandhis. Darin fand Adolfo Zugang zum Evangelium, zumal Gandhi als Hindu die Bibel studiert und besonders die Bergpredigt als gemeinsames Gut beider Religionen gewürdigt hatte.
Auch das zweite Buch, «Der Berg der sieben Stufen», die Autobiografie des christlichen Mystikers Thomas Merton, widmete sich wesentlich dem Gedanken der Gewaltlosigkeit. Beide Bücher formten seinen Entschluss, all seine künftigen Bemühungen um Gerechtigkeit und Frieden mit den Mitteln des gewaltlosen Widerstandes zu realisieren; zunächst im Kampf gegen die argentinischen Militärdiktaturen, später gegen die neokoloniale und neoliberale Ausbeutung Lateinamerikas.

Widerstand in der Hoffnung – die Indigenen als Lehrmeister

Im Unterschied zu Che Guevara, dem anderen grossen, nur drei Jahre älteren argentinischen Kämpfer für die politische und soziale Gerechtigkeit Lateinamerikas, wählte Adolfo Pérez Esquivel den Weg des politischen Widerstands ohne Gewalt. Auf die Motive Ches für den bewaffneten Kampf angesprochen, würdigte Adolfo dessen aufrichtiges Engagement für die Menschen, das er letztlich mit seinem Leben bezahlen musste; dies ungeachtet des grundsätzlich anderen Weges, den sie beide gewählt hatten.
Vor den Diktaturen bis in die 1970er Jahre standen Adolfo Pérez Esquivel und seine Frau als Künstler – als Bilderhauer und Musikerin – je vor einer vielsprechenden Karriere. Bis 1974 war er ausserdem Professor für Architektur. Woher kamen der Mut und die Kraft, dies alles aufzugeben zugunsten des Kampfes gegen die Diktatur, gegen die Verelendung breiter Bevölkerungsschichten und für die Einhaltung der Menschenrechte, wollte Frau Spiller vom Friedensnobelpreisträger wissen. Ganz hätten er und seine Frau die Kunst nie aufgegeben. Ihre gemeinsame Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit sei – so betonte er nachdrücklich – allerdings keine persönlich-individuelle gewesen, sondern ein Engagement mit Tausenden von Menschen überall auf der Welt. Als er den Nobelpreis 1980 erhielt, habe er dies nicht als persönliches Verdienst empfunden, sondern als Unterstützung des gemeinsamen Kampfes für Gerechtigkeit und Frieden, insbesondere für Lateinamerika.

1977 hatte Adolfo Pérez Esquivel auf Grund all seiner Aktivitäten (1968 Gründung der Organisation Serpaj, 1973 Gründung der Monatszeitschrift und des Organs für die lateinamerikanische Menschenrechtsbewegung Paz y Justicia u.a.m.) eine 14monatige Inhaftierung mit Folter zu überstehen. Darauf bezog sich die nächste Frage Marianne Spillers, die zu ergründen suchte, wie es in einer solchen Situation möglich ist, die Angst in den Hintergrund treten zu lassen und trotz allem innerlich ein freier Mensch zu bleiben. Adolfo antwortete wörtlich: «Ich bin ein Überlebender. Ich habe Folter und Gefängnis überlebt, weil ich die Basis des Gebets und der Spiritualität hatte. Das Gefängnis ist ein Ort, an dem man auch viel lernen kann: Widerstand in der Hoffnung. Sie konnten zwar meinen Körper strafen und in Ketten legen, meinen Geist aber nicht. Vielleicht habe ich einiges über meine Grossmutter von den Indigenen gelernt. Sie haben mehrere Jahrhunderte Widerstand geleistet. In diesem Kampf haben sie sich stets selbst erhalten.»

«Verbrechen gegen die Natur» – Zentren der «Mutter Erde»

Heute ist der 78jährige Adolfo Pérez Esquivel nach wie vor ausserordentlich aktiv, primär für seinen Kontinent Lateinamerika, aber auch grundsätzlich für Anliegen des Friedens und der Gerechtigkeit. 2007 hat er angeregt, das Rom-Statut – die Grundlage des ICC (International Criminal Court/Internationaler Strafgerichtshof), das sich mit den drei Kardinalverbrechen «Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegsverbrechen» beschäftigt – dahingehend zu ergänzen, dass an diesem Gerichtshof künftig auch Verbrechen gegen die Natur eingeklagt werden könnten. Adolfo nannte insbesondere die verheerenden Umweltzerstörungen durch multinationale Unternehmen, die das Leben vieler Menschen bedrohen. Wälder würden radikal abgeholzt, giftige Stoffe auf kriminelle Weise entsorgt, Wasser verseucht, Rohstoffe und Naturprodukte unverhältnismässig ausgebeutet, die Natur regelrecht und fast irreversibel zerstört. Dies mit der Folge, dass Tiere und Menschen verelenden oder gar sterben müssten. «Wenn wir dies zulassen, sind wir sehr schlechte Kinder Gottes und unserer Erde. Deshalb brauchen wir eine Abteilung im ICC, wo man gegen die Verbrechen gegen die Mutter Natur klagen kann», begründete Adolfo Esquivel die Forderung nach der Ergänzung des Strafgerichtshofs. Um dieses Anliegen durchzubringen, brauche es viel solidarische Unterstützung weltweit. Er wies auf die im Oktober stattfindende Konferenz in Venedig hin (Venezia 2009 World Forum), an der Wissenschaftler, Juristen, Kirchenvertreter, Zivilorganisationen, Hilfswerke und Privatleute aus aller Welt teilnehmen, um die Umsetzung dieses Anliegens zu diskutieren.

Serpaj – ein Verbund für gewaltfreie Beziehungen

Einen Einblick in die Ethik und das politisch-soziale Engagement von Serpaj lieferte im Anschluss an das Interview der heutige Serpaj-Lateinamerika-Koordinator in Costa Rica, Gustavo Cabrera. «Die Welt marschiert nach dem Diktat der Gewalt. Gewalt scheint die Antwort auf alles zu sein: in der Ehe, bei der Arbeit, in der Gesellschaft, beim Staat…!» Mit diesen markanten Worten charakterisierte er die heute dominierenden Wesenszüge des Zwischenmenschlichen auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Manipulation, Betrug, Bedrohung und Unterdrückung in Familie, Schule, Kirche und Unternehmen seien an der Tagesordnung. Serpaj suche diese ‹Gewaltstrukturen› zu durchbrechen, indem es nach einer anderen Art von Beziehung strebe. Die Gewaltfreiheit als Lebensstil, der sich darin manifestiere, wie man sich selbst und die anderen behandle, sei ein Denken, das wachse und das ermögliche, neue Beziehungen aufzubauen. Dieses Denken beriefe sich auf die Kultur der Indigenen, die «sehr an der Erde hängen» würden, so wie der heilige Franziskus, der einst von «Mutter Erde» und «Schwester Wasser» sprach. Die Gewaltfreiheit binde sich aber auch an Persönlichkeiten wie Gandhi oder Martin Luther King.

Serpaj spricht in diesem Zusammenhang von einer bestimmten Methode des Handelns, von einer gewaltfreien Methode. In 13 Ländern Lateinamerikas arbeiten Dozenten, Landarbeiter, Anwälte, Hausfrauen, Ingenieure, Ökologen usw. ehrenamtlich im Serpaj-Netz für gewaltfreie Beziehungen mit: und zwar an der Durchführung von internationalen Kampagnen für Abrüstung, für Entmilitarisierung, für Spielzeug ohne Gewalt, für Vereinbarungen mit Militärs und Unternehmen zur Eindämmung der Gewalt, für die Organisation von Demonstrationen, Landbesetzungen, Boykotten … und letztlich für die Sensibilierung der Menschen für die Fragen der Gewaltfreiheit. In der Vergangenheit sei es auch immer um die rechtliche Ahndung der Machenschaften früherer Diktaturen gegangen, also um die Verhinderung ihrer Straflosigkeit für die Menschenrechtsverletzungen und auch um Klagen gegen die Rolle der USA dabei.

Serpaj mache sehr viel mit wenigen Mitteln und gewinne durch den Zuwachs an Menschen, die mitwirken, stets an Kraft. Es sei wesentlich das Verdienst Adolfo Pérez Esquivels, dass diese Organisation seit 35 Jahren erfolgreich sei. Als Sinnbild für die Arbeit von Serpaj habe Adolfo das (christliche) Abendmahl gewählt: «Wir Menschen sitzen alle am gleichen Tisch, teilen das Brot, alle sind wir gleichwertig. Bei den Problemen, die unsere Mitmenschen und unsere Erde bedrohen, haben wir alle eine Mitverantwortung.» Der Befreiungstheologe Leonardo Boff habe einmal das Bild gebraucht: Unser Planet sei wie ein Jet, in dem die Menschen auf verschiedenen Plätzen – in verschiedenen Klassen – sitzen würden. Falls das Flugzeug bei der Landung verunglücke, sei es für alle wenig relevant, in welcher Klasse sie gesessen hätten.

Gustavo Cabreras beendete seine Ausführungen mit einem aktuellen Beispiel vom Widerstand der Indigenen in Costa Rica: Seit 6 Monaten würden sie vor dem Nationalpalast eine Mahnwache halten, um die Regierung dazu zu bringen, ein Gesetz zu verabschieden, das die acht verschiedenen ethnischen Gemeinschaften in ihrer Eigenständigkeit stärken und schützen würde. Der aktuelle Präsident Arias, immerhin auch Friedensnobelpreisträger, von dem man erwartet hatte, dass er die Indigenen selbstverständlich unterstützen würde, hätte sie ganz im Stich gelassen und bisher verunmöglicht, dass dieses Gesetz im Parlament behandelt worden sei. Die Indigenen seien aus dem ganzen Land zusammengekommen, um diese Mahnwache zu halten – viel zusätzliche Solidarität sei nötig, auch international.

Bedeutung des aktuellen Putschs in Honduras

In der anschliessenden Diskussion stand eine Frage aus dem Publikum im Vordergrund: Der Putsch in Honduras Ende Juni in diesem Jahr. Gustavo Cabrera und Adolfo Esquivel sehen im brüchigen Friedensplan, der vor 20 Jahren während des Übergangs zu einer labilen Demokratie ausgehandelt wurde, die Wurzeln für den jetzigen Militärputsch. Dadurch sei es möglich gewesen, dass die alten Eliten geblieben seien und ihren «Krieg» gegen die Armen bzw. Indigenen weitergeführt hätten.

Adolfo Pérez Esquivel gehörte zu den ersten heftigen Kritikern dieses Putschs. In einem öffentlichen Schreiben wies er darauf hin, dass die Täter der früheren Diktaturen für ihre Menschenrechtsverletzungen unter diesen Umständen nie zur Rechenschaft gezogen worden seien. Man müsse sich bewusst sein, dass das Problem Honduras den ganzen lateinamerikanischen Kontinent betreffe, denn ein solcher Putsch könne in Zentralamerika nie ohne Einverständnis der USA stattfinden. Ähnliche Vorgänge habe es in Bolivien sowie in Equador gegeben. Die Situation sei sehr delikat und müsse sehr genau beobachtet und analysiert werden. Dies insbesondere auch, weil die USA nicht nur weitere 7 Militär­basen in Kolumbien erhalten hätten – angeblich um den Drogenhandel zu bekämpfen – , sondern auch weil sie über strategische Vereinbarungen wie den Plan Puebla Panama (PPP)1 ihren Einfluss in ganz Zentralamerika versucht hätten auszubauen. Wenn es den Amerikanern wirklich um den Drogenhandel ginge, könnten sie getrost ihre Armee zu Hause lassen, meinte Esquivel, denn der Ort des Konsums bzw. der Markt befinde sich ja im eigenen Lande und müsste dort unterbunden werden. Adolfo Esquivel betonte die Notwendigkeit, hier sehr wachsam zu sein, denn der Putsch in Honduras sei eindeutig ein kontinentaler Prozess.

Die Begegnung mit Adolfo Pérez Esquivel und der Organisation Serpaj hat einmal mehr gezeigt, wie dürftig die Berichterstattung über die wertvollen sozialen, kulturellen und poli­tischen Entwicklungen, Bewegungen und herausragenden Persönlichkeiten Lateinamerikas in unseren Medien ist. Angesichts dessen, dass die internationale Politik seit dem 11. September 2001 von Gewalttätigkeit und Rechtlosigkeit gekennzeichnet ist, haben solche beispielhaften Bemühungen um Gerechtigkeit und Frieden im Geiste der Gewaltlosigkeit eine sehr ermutigende Ausstrahlung. 

1 - Der Plan Pueblo Panama war eine Initiative des mexikanischen Präsidenten Vincente Fox 2001, angeblich, um den «unterentwicklten Süden» zu fördern, in Wirklichkeit, um den Freihandel und somit letztlich die US-gesteuerte neoliberale Politik in der Region zu verankern. Dieser Plan stiess in den Bevölkerungen ganz Lateinamerikas auf grossen Widerstand. Ein anderes solch strategisches Gebilde, gerade auch, um diesen Widerstand zu durchbrechen, ist die Nordamerikanische Allianz für Sicherheit und Prosperität (Aspan). Offizielle Ziele der Aspan sind der Schutz vor Terrorismus und Kriminalität sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung. In Wirklichkeit wurde die Aspan von den politischen und ökonomischen Eliten der drei nordamerikanischen Staaten USA, Kanada und Mexiko entwickelt, um die aus ihrer Sicht unvollendeten Ziele des neoliberalen Nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta zu erreichen sowie um die strategische Sicherheitslage – insbesondere der USA – zu verbessern.


 


Quelle: Zeit-Fragen  Nr.41

Originalartikel veröffentlicht am 19.10.2009

Über den Autor

Zeit-Fragen ist ein Partner von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Dieser Artikel kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor als auch die Quelle genannt werden.

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RAUCHENDE GEHIRNE: 22/10/2009

 
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